Wir verabschiedeten uns, die beiden Jungs düsten zur Vorschule bzw. in die Arbeit und wir frühstückten erst einmal. Durch die neue Planung mit dem Schiff hatten wir genug Zeit, wir mussten um 14h in Trelleborg zum einchecken sein und die Fahrt dorthin dauert kaum eine Stunde.
Noch in Södra Sandby erledigten wir den letzten schwedischen Supermarkteinkauf, füllten vorhandene Lücken in den Schränken mit Knäckebrot, Schokolade und noch einigen anderen Leckerlichkeiten und traten die letzten Kilometer auf schwedischem Boden an, übrigens wieder bei strahlendem Sonnenschein!
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| Warten im Fährhafen von Trelleborg |
| Die Südschwedische Küstenlinie verschwindet allmählich |
Kurz nach 14h begann das Boarding und wir parkten nicht etwa im Bauch der Fähre, sondern oben auf Deck 5 unter freiem Himmel. Zwei Decks höher lag unsere Kabine, in der wir die wichtigsten Sachen für die nächsten Stunden verstauten, bevor wir wieder nach draußen gingen, um das Ablegemanöver zu beobachten...bye bye Schweden, ich komme ganz sicher wieder!!!
Die kommende Stunde über war Luzi einigermaßen unerträglich. Draußen war es zu kalt, drinnen passte es auch nicht. Schließlich verzog ich mich mit den Kindern in die Kabine, schickte Luzi ins Bett und legte mich selber mit Ferdinand auch hin. Luzia schlief dann tatsächlich recht lange, sie war einfach platt gewesen. Markus löste mich nach einer Weile ab und ich setzte mich draußen auf Deck, mit Blick auf Dänemark, das in einiger Entfernung an uns vorüberzog, schrieb ein bissl, döste ein bissl und genoß die Ruhe.
Gegen 20h setzten wir uns ins Restaurant und holten uns nochmal Köttbullar zum Abschluß, Ferdinand tauchte begeistert im Bällebad umher und eh wir uns versahen waren wir fast schon in Rostock.
Vor lauter Zusammenpacken und knatschige Tochter anziehen verpassten wir den ersten Teil der Hafeneinfahrt. Zunächst fuhren wir im Hafen quasi durch Warnemünde und am dortigen Kreuzfahrtschiffhafen vorbei, in dem gerade die Celebrity Eclipse vor Anker lag. Ein Riesending von Luxusliner, sehr beeindruckend anzusehen in der Abenddämmerung.
Bei (fast) Vollmond steuerte unsere Fähre dann ihren Anlegeplatz an und kaum war sie vertäut hieß es auch schon, die Autodecks seien offen. Also rein in die Kabine, alle Sachen zusammengerafft und ab zum Auto. Kurze Zeit später durften wir von Bord fahren und erinnerten uns ganz plötzlich, dass wir ja noch gar keinen Schlafplatz für die Nacht hatten. Auf der Fahrt nach Trelleborg hatte ich noch ein paar Rostocker Campingplätze rausgesucht aber vergessen, dort auch noch anzurufen. Jetzt war es schon nach 21:30h und natürlich keine Rezeption mehr besetzt. Anstatt auf gut Glück noch einige Kilometer in die falsche Richtung zu fahren, um dann vor verschlossener Türe zu stehen, gaben wir dem Navi den Befehl "nach Hause" und hielten die Augen einfach mal offen nach Campingplätzen oder sonstigen geeigneten Übernachtungsmöglichkeiten. Schließlich landeten wir in Güstrow, einem Städtchen nahe an der A19, fanden nach etwas Hin- und Herfahren eine ideale Parkbucht in einer Wohngegend und stellten uns kurzentschlossen dort hin zum Übernachten. Das zweite Mal wild Campen fand also wieder in Deutschland statt, nicht im Wildcamperparadies Schweden.

Willkommen zuhause, ein grossartiger Reisebericht mit tollen Fotos und viel
AntwortenLöschenInspiration für unser Fernweh.
danke für das Mit-Reisen-lassen
Moni + Udo