Freitag, 16. August 2013

Tag 23: Göteborg

Morgens sog ich noch einmal das Strand-und-Meer Gefühl bei einer Tasse Kaffee draußen ein. Es war nicht mehr ganz so stürmisch, immer wieder kam die Sonne hervor und dann war es gleich recht warm. Gestern hatte Markus beim Abspülen seine Begeisterung für die Turbo-Geschirrspüler entdeckt, die es auf manchen Campingplätzen gibt. Du stellst dein Zeug rein, drückst ein Knöpfchen, dann läuft ein 2-Minuten-Programm und schwupps, ist alles sauber und dampft sich von alleine in kürzester Zeit trocken. Heute Morgen war leider besetzt und so spülte ich konventionell. Göteborg sollte heute Nachmittag zumindest teilweise von uns erobert werden, ein Übernachtungsplatz war schon auserkoren worden. Schon wieder ein uns eher abschreckender Luxus-4-Sterne-Platz, aber bestechend nah an der Stadt, so dass wir gleich nach den nötigsten Handgriffen die Fahrräder aktivierten und in die Stadt strampelten. Das Wetter spielte mit, vor Abfahrt Regen, dann trocken/Sonne. Kaum waren wir in der Stadt und im H&M kam ein Gewitter runter, als wir auf die Straße traten schien schon wieder die Sonne. Es reichten Zeit und Energie gerade für einen Bummel durch die Altstadt, ein paar Straßen entlang bis zum Hafen, um von dort aus den Kreis wieder zu schließen. In Göteborg war gerade Festival der Kulturen, mit Kulinarischem aus aller Herren Länder und dem teuersten und gleichzeitig kleinsten italienischen Eis seit langem wie auch Brezn am Münchner Spezialitäten Stand. Die waren aber um ein Vielfaches teurer als im Lidl, den wir aufgrund eines Tipps von Marie kurz zuvor heimgesucht hatten, dort gibt es richtige Brezn, „Kringla med salt". Für einen kurzen Eindruck hatte unser Radlausflug gereicht und nach einer Brotzeit im Wohnwagen mit für mich gekühltem Bier à la Markus (er hatte schließlich vergessen, es in den Kühlschrank zu stellen) fiel der Großteil der Familie schnell ins Bett, während ich noch schrieb und Fotos sichtete. Diese Stunde am späten Abend ist, trotz Müdigkeit, immer ein besonders schöner Teil des Tages. Alle schlafen, ich kann die Gedanken schweifen lassen, rekapitulieren, was wir erlebt und gemacht haben und es genießen, dass wir wieder einen schönen Tag zusammen verbracht haben.

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