Samstag, 17. August 2013

Tag 24: Weiter Richtung Süden

Der Tag fing dekadent an. Wir toppten den bisher teuersten Campingplatz mit der Buchung des dort angegebenen Frühstucksbuffets. Ich hatte entdeckt, daß es ab 9h zum halben Preis angeboten wird und früher würden wir eh nicht aus dem Wohnwagen krabbeln. Leckere Dinge gab es und wir schwelgten, Mittags würde heute wohl niemand Hunger haben. Der streckende Zerrspiegel am Ausgang reduzierte zumindest im Kopf die aufgenommene Kalorienzahl.
Check out und ab auf die Straße,  jetzt bereits der Beschilderung Richtung Malmö folgend. Wir blieben aber nicht die ganze Zeit auf der E6, sondern suchten uns unseren Weg auch auf küstennäheren kleineren Straßen.  Ein Zwischenziel des heutigen Tages war Gekås in Ullared, ein Shoppingcenter, das die Leute aus dem ganzen Land anlocken soll. Der Gründer hat sich schon vor 50 Jahren darauf spezialisiert,  Waren aufzukaufen aus konkurs gegangenen Läden oder auch Restposten und bietet diese Dinge dann zu günstigeren Preisen an. Darum haben sich noch ein paar Markenoutlets angesiedelt, ich shoppte beispielsweise noch ein paar Bastelsachen bei Panduro. Wir verbrachten ein paar Stunden dort - Marie, das Foto ist extra für Dich - und wurden auch fündig.  Dennoch kann ich den Hype, der auch im Internet darum gemacht wird nicht ganz nachvollziehen.
Bei der kleinen Mittagspause auf dem Parkplatz dort sorgte Ferdinand für den Höhepunkt des Tages: als hätte er nie etwas anderes getan, setzte er sich plötzlich von selbst aus dem Vierfüßlerstand hin!
Wohin es uns am Abend verschlagen würde war erst nicht ganz klar, für den nächsten Tag war Wandern am Kullaberg, einem Naturpark im Nordwesten Skãnes, geplant. Schließlich entschieden wir, noch an diesem Abend bis nach Höganäs, einem Ort ganz in der Nähe, zu fahren und auf dortigem uns sympathischen 2-Sterne Platz direkt am Meer nochmal 2 Tage  zu bleiben. Ich hatte dort angerufen, Platz war genug vorhanden. Als wir schließlich perfekt zum spektakulären Sonnenuntergang ankamen, war die Rezeption unbesetzt und am "Check-in" Telefon ging keiner ran. Andere Camper meinten dann, stellts euch einfach irgendwo hin, das passt dann schon. Die Schranke zum unteren, meernahen Bereich stand offen da sie defekt war, wir konnten also tatsächlich einfach rein und stellten uns wie wir wollten. Einer kettenrauchenden schwedischen Dauercamperin taugte das nicht so recht, sie diskutierte mit einem anderen Deutschen, der es locker sah. Wir würden auf einer Straße stehen (die man nicht sah) und die Nachbarn evtl stören (die wohl schon seit Tagen nicht da waren). Sie zog an ihrer Zigarette un dann ab, bedachte uns aber während unseres Aufenthaltes immer mal wieder mit kritischen Blicken. Wir blieben nach Abstimmung mit dem Typen an der Rezeption genau so stehen, die waren da total locker, auch wenn tatsächlich der Stellplan, den wir dann erst bekamen, eine andere Aufteilung zeigte.
Es gab sogar einen nicht verschlossenen Stromkasten und ebenso offene Toiletten, alles bestens also!

1 Kommentar:

  1. Hahaha, super, die Geschichte mit der zigarettenrauchenden Klischeecamperin, Ihr lasst auch nichts aus. :-)

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