Mein kleiner Mann war heute Morgen schon um 5h recht wach und brabbeltevor sich hin, glücklicherweise schlief er dann doch nochmal eine Weile. Gegen 7h war aber wie meist die Tage die ganze Familie wach. Mats musste mit seinen Mädels kurz vor 9h los in den Kindergarten. Markus und Luzia schafften es noch rechtzeitig ins Haus, damit die großen Mädchen noch etwas spielen konnten. Ich sah Papa und Töchter nur noch mit dem Radl nebst Anhänger vom Hof rollen.Wir frühstückten in aller Ruhe, fingen zweimal die vorwitzige graue Jungkatze wieder ein, die jede Gelegenheit nutzt, um in den Garten zu entkommen, dies aber nicht soll, da sie noch nicht kastriert ist und Mats Panik schiebt, daß einer der auf superpotent machenden Kater in der Nachbarschaft sie schwängern könnte. Am Spätvormittag schafften wir’s dann in die Stadt und marschierten los durch die Fußgängerzone mit Ziel Schloss, Park, Spielplatz, Freilichtmuseum...nur stolperte ich über eine meiner damaligen Lieblingsladenketten, Indiska. Ich war kaum drin, da wußte ich, daß ich erfolgreich sein würde. Soooo schöne Klamotten, ich shoppte wie bekloppt und freute mich wie ein Kind. Markus war wirklich sehr geduldig! Luzia fungierte als Kritikerin, hockte mit einem prüfenden Blick, unter dem man Angst bekommen konnte, bei mir in der Umkleide und kommentierte jedes Teil, das ich probierte. Glücklicherweise scheinen wir geschmacklich auf einer Wellenlänge zu liegen. Schweren Herzens beschränkte ich mich diesmal auf die Klamotten und ließ den sehr, sehr hübschen Einrichtungskrimskrams außer Acht. Den Laden gibt es ja glücklicherweise in vielen Städten! Nach ein paar weiteren Abstechern in ein Einrichtungsgeschäft und Panduro, einen sehr guten Bastelladen, in den ich auf jeden Fall irgendwo noch mal rein muß, gibt es dort doch jede Menge Utensilien, die man für Motivtorten braucht, und da wartet ja eine Hochzeitstorte, die dieses Jahr noch gebacken werden will, schafften wir es bis zum Schloß und von da aus allmählich durch Grünanlagen den Fluß entlang. In der Stadt gibt es derzeit ein open-air Kunstprojekt, man begegnet den Objekten überall in der Stadt. Mal fügen sie sich in die Umgebung ein und fallen kaum auf, wie ein zwar überdimensionaler aber eben doch recht natürlich wirkender Pinienzapfen. Weniger unauffällig dagegen der – wie wir ihn getauft haben – Piesler. Ein riesiges rosa Männchen mit leicht entrücktem Blick, das hingebungsvoll und extrem ausdauernd in den Fluß pinkelt. Selbst Luzi war fasziniert! Es war schon wieder richtig heiß geworden, obwohl wir morgens noch eher mit Regen gerechnet hatten. Mittlerweile knallte die Sonne vom Himmel und wann immer möglich suchten wir Schatten. Irre, was wir für ein Glück mit dem Wetter haben in diesem Urlaub! Und heute war ja doch schon Halbzeit! Wir erreichten den von Marie beschriebenen großen Spielplatz und machten dort auch Mittagspause, packten die im Supermarkt noch schnell mitgenommenen Semmeln, Wiener, Nektarinen und Muffins aus. Ferdinand bekam eine Banane, die er jetzt nicht mehr zermatscht sondern schon in Stücken bekommt und brav mümmelt. Ferdi und ich saßen lange auf der Bank, sahen den anderen Familien und ihren Kindern zu, guckten immer mal wieder, wo gerade Luzis rosa Kleidchen aufblitzte und genossen einfach die Wärme und den Luxus, Zeit zu haben und nichts zu müssen. Außer das Auto am Ende der Parkzeit zu holen, das erledigte aber Markus, der eher Hummeln im Hintern hat und was machen will, während ich mit den Kindern noch kurz an einem Wasserbecken im Park Abkühlung suchte und wir danach schon mal in Richtung Freilichtmuseum Wadköping spazierten. Dort wurden ca. 50 alte Holzhäuser, die früher über die Stadt verteilt waren, zusammengefaßt zu einem malerischen Ensemble. Die Häuser rahmen kleinere und größere, allesamt sehr hübsche Innenhöfe und in den alten Häusern finden sich die verschiedensten Kunsthandwerke sowie Cafés und Boutiquen. Die mußten noch etwas warten, denn zunächst hatten wir nur ein Ziel im Sinn, die Tochter hatte die eine Parole ausgegeben, bei der ich immer reagiere: „Mama, ich muß pieseln. Es ist dringend.“ Zum Abschluss des Tages in Örebro besuchten wir noch ein Streicheltiergehege auf einer Insel im Fluß und ich fuhr mit Luzi eine Inselrunde in einer kleinen Eisenbahn. Während dieser vielleicht 15 Minuten fiel mir unwahrscheinlich deutlich auf, wie erwachsen meine Kleine schon ist. Irgend etwas hat sich in den letzten paar Wochen verändert, ich glaube, es ist vor allem der Blick. Einerseits toll, andererseits möchte ich die Zeit manchmal auch anhalten. Auf dem Weg zu Marie holten wir noch Zutaten für ein Dessert aus dem Kochbuch des Kottgeiseringer Physikers und stellten uns damit der Herausforderung, in Schweden Schmand zu bekommen. Offenbar hat es geklappt, denn die „Schmandcreme mit Himbeersauce“ hat durchaus gemundet. Der Abend war wieder supernett, Mats hatte Lasagne gekocht, die Kinder waren überwiegend goldig, der Wein schmeckte, der Nachtisch auch und es war wieder so mild, daß wir lange draußen sitzen konnten.Es war ein sehr herzlicher Abschied von Marie, die wir morgen nicht nochmal sehen würden. Hoffentlich treffen wir uns in nicht allzu ferner Zukunft mal wieder, vielleicht dann bei uns!
Super, dass es mit dem Besuch bei Marie & Mats geklappt hat, schönes Gruppenfoto!
AntwortenLöschen...Gleich ein Dutzend neue Lieblingskalenderfotos und - wie der Name schon sagt, Örebro - ein wohl wundervoller Tag.
AntwortenLöschenLieblingsklamottenladenerfolgreichgeplündert, ein toller Abend mit lecker Essen und good friends.
also, Favoritenbilder ? Miss Oberbayern im Wohnwagen und Begegnung auf 4 und 2 Beinen und ...
greetings aus Kirchröttenbach