Montag, 29. Juli 2013

Tag 8: Ausfall von 50%

Der Tag fing ja noch einigermaßen ok an, wenn auch mit zwei knatschigen Kindern. Luzia brach alle Nas lang in Gebrüll aus wegen ihres einen Knies, das ihr weh tat. Ferdinand war solidarisch und plärrte mit. Mir ging es so lala, die Brust tat schon ordentlich weh, aber ich dachte, es würde gehen.
Gestern Abend war ich noch mit Anita und Kjartan in Kontakt gewesen, dem Norwegischen Pärchen, das wir auf auf Rogers und Heidis Hochzeit kennen gelernt hatten. Sie waren mit ihren Kindern schon vorgestern hier angekommen und schon im Park gewesen, aber wenigstens auf ein Frühstück wollten wir uns treffen. Gesagt, getan und es wurde richtig nett. Das sind zwei so offene und herzliche Menschen, mit denen man sofort quatschen kann und mit denen auch die Kinder schnell einen tollen Draht haben. Luzi brauchte heute noch etwas länger, sie war ja schwer verletzt,  aber nach dem leckeren Frühstück verschwand sie mit Maia, der etwa gleichaltrigen Tochter der Beiden, in deren Hütte und die zwei spielten ganz wunderbar miteinander.
Gegen 11h hiess es Abschied nehmen und uns zog es in die Astrid Lindgren Welt. Anfangs schien es noch zu gehen. Nach vielleicht einer Stunde ging es bei mir wieder mit Gliederschmerzen los, dann haute ich mir noch zweimal die Birne am Dach eines Picknicktisches an, Ferdi knatschte und wollte nicht trinken, die Titte tat eh schon weh, ich zitterte vor Schüttelfrost, fieberte wohl auch, Luzi war wegen ihres Knies sowieso unerträglich ... da war es dann vorbei bei mir. Markus bekam die Ansage, dass das heute nix wird mit seinem Date mit Pippi und er mich stattdessen ins Krankenhaus fahren darf. Ich hatte einfach keine Lust auf ewiges selber Rumdoktern, zudem noch im Wohnwagen auf engstem Raum und im Urlaub. Nö, in dem Fall lieber ein Antibiotikum und schnell wieder fit sein.
Die Berliner Ärztin, die mich behandelte und die trotz langjährigen Aufenthaltes in Straubing ihren ursprünglichen Dialekt nicht verbergen konnte, bestätigte meine Vermutung und verschrieb mir ein Antibiotikum. Zwischen zwei Sprachen hin- und herwechselnd sprach sie zwischendurch die Schwester auch mal auf Deutsch an, was bei dieser für leichte Verwirrung sorgte. Ich war froh, mit einem Rezept zur Apotheke marschieren zu können und warf gleich im Auto die erste Pille ein. Den Rest des Nachmittags verkroch ich mich im Bett und versuchte meiner redseligen Tochter, die auch schlafen wollte, aber wohl versäumt hatte, dies ihrem Mundwerk mitzuteilen, klar zu machen, daß ich wirklich Ruhe brauchte. Zum Abendessen stand ich mit auf, bissl besser ging es schon, trotzdem zog es mich früh ins Bett. Blieb abzuwarten, ob nun Mutter oder Tochter schneller genesen würden und wir den Besuch im Park nachholen könnten. Netterweise hatten wir bei unserem frühen Aufbruch Freikarten für einen weiteren Besuch bekommen.
Mit Anita und Kjartan

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